Die Gemeinschaftsunterkunft an der Zahlwahlhalle wird abgebaut Alle Asylsuchenden wohnen in Roßdorf und Gundernhausen privat">

Die Gemeinschaftsunterkunft an der Zahlwahlhalle wird abgebaut Alle Asylsuchenden wohnen in Roßdorf und Gundernhausen privat

Im Juni 2016 wurden für max. 120 Geflüchtete zwei doppelstöckige Gebäude aus Containern mit “Blechbüchsen” Zimmern, Gemeinschaftsküchen und Gemeinschaftsbädern errichtet. Geplant war es, max. 120 Personen in der Gemeinschaftsunterkunft unterzubringen. Glücklicherweise wurden die extrem hellhörigen Gebäude nicht mit der maximalen Personenzahl belegt.

Stück für Stück werden aktuell die Wohncontainer an der Zahlwaldhalle zerlegt und abgebaut. Im Landkreis leben momentan ca. 2.500 Geflüchtete, davon ca. 1.800 in zentralen Gemeinschaftsunterkünften. Roßdorf hat nun ebenso wie Fischbachtal keine Gemeinschaftsunterkunft mehr. Der Landkreis hat mehr als 100 Geflüchtete privat in Wohnungen oder bei Wohnungsbaugesellschaften in Roßdorf und Gundernhausen untergebracht. Über die teilweise haarsträubenden Mietpreise bei uns in Roßdorf – selbst für Miniwohnungen und Altbauten – sind wir entsetzt, aber wir begrüßen die Ansätze von Integration vor Ort. Das beengte Wohnen in einer Gemeinschaftsunterkunft, wie wir sie in unserer Gemeinde hatten, mit vielen Menschen an einem Ort erhöht zudem die Ansteckungsgefahr während der Pandemie.

Engelbert Jennewein

Falsche Mietflächenangaben – Absicht oder Versehen? Arbeitskreis Asyl setzt sich für faire Mietenberechnung ein.">

Falsche Mietflächenangaben – Absicht oder Versehen? Arbeitskreis Asyl setzt sich für faire Mietenberechnung ein.

Eine bezahlbare Wohnung in Roßdorf zu finden – fast hoffnungslos, zumal für Migrant*innen. Das erleben viele Geflüchtete und ihre Unterstützer*innen vom Asylkreis.

Allerdings finden sich mitunter Wohnungsangebote zu unfairen Bedingungen und/oder überteuerten Preisen. Nicht selten werden diese dennoch akzeptiert – Geflüchtete können nicht wählerisch sein.

Umso erfreulicher war es, dass „In den Leppsteinwiesen / Ecke Industriestraße“ fast 100 Wohnungen an Alleinerziehende, Arme und Asylsuchende vermietet wurden. „Das Amt“ übernahm in vielen Fällen die Mietkosten.

Im Rahmen unserer ehrenamtlichen Betreuung stießen wir aber immer wieder auf falsche Mietflächenangaben als Basis der Mietenberechnung und damit auf zu hohe Zahlungen seitens des Sozialamtes bzw. des Jobcenters.

Das haben wir den Zuständigen stets mit Ruhe, Geduld und Sorgfalt mitgeteilt. Erst, als das alles nichts brachte, gingen wir an die Öffentlichkeit. So geschehen im Spätsommer, als einer unserer langjährigen Engagierten schließlich mit der Presse sprach.

Schon ein Jahr zuvor hatten wir den Landkreis gebeten, bestimmte Mietverträge zu prüfen, da diese offenbar falsche Quadratmeterangaben enthielten. Mit dem Verkauf der Wohnhäuser „In den Leppsteinwiesen / Industriestraße“, die früher als Gemeinschaftsunterkunft dienten, wurden sowieso neue Mietverträge und neue Vermieterbescheinigungen nötig – eine gute Gelegenheit für das Jobcenter, so unser Argument, einmal genauer hinzusehen und unseren Hinweisen nachzugehen.

Schließlich berichtete das Darmstädter Echo unter dem pointierten Titel „Steuergeld-Abzocke mit Mieten“ am 15.10.2020. Endlich kam Bewegung in die Angelegenheit. Auch HR1 und HR4 griffen das Thema auf.

Der Asylkreis begrüßt ausdrücklich, dass das Landkreis-Jobcenter nun die Wohnungsgrößen bei Neuvermietungen an Arbeitssuchende überprüft, denn viele der überteuerten Mieten wurden aus

Steuergeldern bezahlt. (Wichtig wäre nur, dass der Landkreis für Sozialhilfeempfänger*innen Gleiches tut.)

Erfreulich ist auch, dass die neue Hausbesitzerin DCE Reals Estate (Dogan Gülsen) begonnen hat, die Wohnungen zu vermessen und zugesagt hat, die Mietverträge zu korrigieren.

Das wäre auch nur fair, angesichts des stolzen Preises von 9,20 Euro/m² (kalt) für wirklich einfache Wohnverhältnisse – zumal, wenn man weiß, dass Geflüchtete, die ihre Miete selbst erarbeiten, das zumeist für einen Stundenlohn von 9,38 Euro tun.

Es gibt also erste Erfolge, worüber wir uns sehr freuen! Wichtig für die Mieter*innen wäre aber auch, dass nun dringende Reparaturen (v.a. an der Heizung) zeitnah erledigt werden, ohne dass dies zu Mieterhöhungen führt.

Insoweit gilt für uns:
Wir bleibt dran. Fortsetzung folgt…

Susanne Felger, Asylkreis Roßdorf-Gundernhausen

„Lernen und Gutes für sich und andere tun! Flüchtlingsfrauen engagieren sich">Deutschunterricht AK Asyl

„Lernen und Gutes für sich und andere tun! Flüchtlingsfrauen engagieren sich

Soraya (38) und ihre Familie hatten wir hier letzte Woche vorgestellt. Nun erzählen wir ihre Geschichte weiter…
Sie ist nicht nur alleinerziehende Mutter von vier Kindern, sie jobbt auch und arbeitet ehrenamtlich. Nur als Hausfrau scheint das Leben dieser freundlichen Frau jedenfalls nicht ausgefüllt: Sie sieht, wer Hilfe braucht und hat Ideen, wie man die Welt ein wenig besser machen kann. Besonders liegt ihr das oft harte Leben der Frauen am Herzen. Das merkt man sofort, wenn Soraya ruhig und selbstbewusst erzählt, was sie alles macht.

So wundert es nicht, dass sie kurz nach ihrem Erstkontakt zum Asylkreis, mit ihm zusammen, einen Deutschkurs für Flüchtlingsfrauen initiierte. Gemeinsam mit Engelbert Jennewein, der als pensionierter Lehrer Know-how und viel Erfahrung mitbringt, unterrichtet sie ehrenamtlich seit einigen Monaten mit Ausdauer und Können meist somalische Frauen aus ihrer Nachbarschaft. Dank dieser Arbeit als „Lehrerin, Sprach- und Kulturmittlerin“ findet sich nun 2x wöchentlich eine gut besuchte, stabile Lerngruppe zusammen. Rund 10 Frauen aus Somalia, der Türkei und Rumänien treffen sich in der „Neuen Schule“ zum Deutschkurs. Da ihr Kenntnisstand sehr unterschiedlich ist, gelingt das nur mit sehr individualisiertem Lernen: allein, zu zweit, in Kleingruppen, an den vom Asylkreis mitgebrachten Laptops oder am Computer-Arbeitsplatz der Gemeindebücherei arbeiten die jungen Frauen sehr konzentriert, unter Anleitung von Engelbert und Soraya. Gelernt wird mit Arbeitsmaterialien aus der Erwachsenenbildung, mit Audio-Lernprogrammen und oft mit dem Smartphone in der Hand. Dieses ist als Übersetzungshilfe und mit Selbstlern-Apps ein wichtiges Werkzeug – nicht zuletzt beim Üben allein Zuhause. Immer wieder geht es darum, Deutsch zu hören, zu sprechen sowie die Schrift, Wörter und Grammatik zu üben. Die Frauen sind mit Eifer dabei!

Das gelingt nur, weil sie hier (anders als in den meisten Deutschkursen) ihre kleinen Kinder mitbringen können. Im Wechsel, betreut immer eine der Teilnehmerinnen, teils vom Asylkreis unterstützt, die Kinderschar in einem Nachbarraum. Dort wird gespielt, gebastelt und oft ebenfalls Deutsch gesprochen.

Nicht zuletzt die Betreiber der Wohnblocks im Roßdörfer Gewerbegebiet schätzen Sorayas Sprach-, Kommunikations- und Organisationstalent. Für die alten wie die neuen Hausbesitzer/Vermieter arbeitet und berät sie die Bewohner auf Minijob-Basis im Büro der Hausverwaltung nun stundenweise. Als ich eintraf, wurden gerade die Schlüssel zur neuen Briefkastenanlage ausgegeben.

Bestimmt fordert und fördert dieser Job nicht alle Talente Sorayas, aber er passt zu ihrer aktuellen Lebenslage als Alleinerziehende. Das Büro ist „um die Ecke“ und die Bürozeiten sind mit ihren Familienaufgaben gut vereinbar. Die Hausbewohner/innen jedenfalls schätzen Sorayas Hilfe und kommen mit vielen Fragen und Sorgen zu ihr. Mitunter hilft sie dann als Nachbarin, nicht im Rahmen ihrer Aufgaben im Büro der Hausverwaltung.

Engagiert haben sich die Somalier/innen aus ihrer Nachbarschaft kürzlich auch für ein Wasserversorgungsprojekt in Somlia: Dafür hat Soraya bei ihren Landsleuten erfolgreich gesammelt und über eine internationale Organisation gespendet. Auch kleine Spenden helfen, weil sich viele Menschen beteiligen!

Dies alles ist gelebte Solidarität und Menschenliebe. So werden Roßdörfer Neubürger/innen, die selbst geflüchtet sind, zu Helfer/innen.

Susanne Felger, AK Asyl Roßdorf-Gundernhausen

Viele Talente und eine offene Zukunft Sorayas Weg ">Sorayas Weg

Viele Talente und eine offene Zukunft Sorayas Weg

Soraya (38) lebt, zusammen mit ihren vier Kindern, seit zwei Jahren in Roßdorf. Sie bewohnen ein (zu) kleines Appartement in der Nachbarschaft der früheren Gemeinschaftsunterkunft „In den Leppsteinswiesen“. Nach Deutschland kam die geborene Somalierin im Alter von 15 Jahren mit der Familie ihrer Tante, in der sie aufwuchs. Sie waren vor dem Bürgerkrieg in der Heimat zunächst nach Italien geflohen.

Heute hat Soraya selbst Familie und ist stolz auf ihre Kinder: Der Kleine (4) geht zur Kita, „die Großen“ (10, 13, 15) besuchen den Gymnasialzweig der Justin-Wagner-Schule. Dass sie erfolgreich in der Schule sind, ist Soraya wichtig. „Viele Deutsche denken, nur weil wir dunkelhäutig und Muslims sind, und weil ich Kopftuch trage, wäre uns eine gute Bildung nicht wichtig. Aber das ist falsch!“, betont sie. Ihre Kinder sollen eine gute Ausbildung bekommen. Möglichkeiten, die sie selbst nicht hatte. Denn erst standen der Bürgerkrieg in Somalia und ihre Flucht, später dann ihre Familienverantwortung dem eigenen Lernen im Weg.

Eine Ausbildung zur Verlagskauffrau brach sie ab, als sie schwanger wurde. 2010 siedelte sie nach Großbritannien um, wo ein Teil ihrer Familie lebt. Dort studierte sie später mit dem Ziel, Hebamme zu werden, unterbrach das aber als sich weiterer Nachwuchs einstellte.

Später qualifizierte sie sich zur „teacher assistent“ (Hilfslehrkraft) und unterrichtete Kinder aus zu­gewanderten Familien im Tandem mit einer Lehrkraft. Dabei kamen ihr ihre eigene Bildungsmotivation, ihr Talent mit Menschen umzugehen und ihre Freude am Lernen sowie ihre Sprachkenntnisse zugute.

Soraya spricht vier Sprachen fließend: Italienisch lernte sie in ihrer Zeit in Italien, bevor sie von dort nach Deutschland kam und später nach England ging. Heute ist ihre große Familie über den halben Erdball verstreut, im Kern ist sie aber in der somalischen Kultur, in England und Deutschland zu Hause. Diese Sprachen spricht die Familie. Und glücklicherweise haben Soraya und ihre Kinder inzwischen die deutsche und die britische Staatsangehörigkeit. „Zum Glück, bei diesem Brexit“, sagt sie und schüttelt den Kopf. Ihr Ehemann und Papa der Kinder lebt noch in London, möchte aber bald zur Familie zurück. Soraya selbst kam 2017 aus London nach Roßdorf, vor allem der Kinder wegen: Sie sollten in einer ruhigen, friedlichen und eher ländlichen Umgebung aufwachsen, weit weg von der Gewalt und offenen Diskriminierung einer Mega-City. „Hier in Roßdorf fühlen wir uns wohl. Hier wollen wir bleiben. Hoffentlich finden wir hier für unsere Familie eine bessere Wohnung. Wir suchen eine Vier-Zimmer-Wohnung. Zurzeit wohnen wir auf sehr engem Raum“, erzählt sie.

Wenn die Kinder noch etwas größer sind, möchte Soraya wieder beruflich lernen oder studieren. Die selbstbewusste, engagierte Frau will finanziell auf eigenen Beinen stehen und nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sein. Das ist ihr Herzenswunsch.

Talent, Motivation und Ausdauer dafür hat sie! Bisher fehlen Chancen und passende Lernbedingungen. Erste Schritte macht Soraya derzeit ganz auf eigene Initiative mit ihrem Minijob bei der Hausverwaltung ihrer Unterkunft sowie mit ihrem ehrenamtlichen Engagement. Davon erzählen wir nächste Woche.

Susanne Felger, AK Asyl Roßdorf-Gundernhausen

Roßdorf ist bunt, engagiert und fröhlich! Begegnungsfest des Arbeitskreises Asyl Roßdorf-Gundernhausen">Begegnungsfest 2019

Roßdorf ist bunt, engagiert und fröhlich! Begegnungsfest des Arbeitskreises Asyl Roßdorf-Gundernhausen

Was macht ein tolles Fest aus? Leckeres Essen und Trinken, Spielen, Lachen, Tanzen und Singen… springende Kinder und Menschen im Gespräch: BEGEGNUNG eben und zusammen feiern! Genau das erlebten die rund 80 Gäste und Engagierten beim diesjährigen Begegnungsfest des Asylkreis Roßdorf und Gundernhausen am 7. September 2019. Erstmals im Elisabeth-Haus bot das Haus der Evangelischen Kirche den idealen Raum, trotz wechselhaftem Wetter. Für ein üppiges internationales Buffet mit Spezialitäten aus Somalia, Eritrea und Syrien sorgte eine engagierte Kochgruppe seit dem Vortag. Die schwungvolle Trommelgruppe I NIMBARA sowie Chris Jeffries mit Akkordeon, Gitarre und Gesang brachten den gut besetzten Saal in Schwung. Tanz und gemeinsames Spiel setzten nicht nur die vielen Kinder in Bewegung.

Wer sich in die zauberhaft bunten Fotos der Ausstellung vom „Tupfeltag“ vertiefte, konnte sich von der (Farben-)Freude der Bilder berühren lassen. Unter dem Motto „wir sind nicht weiß, wir sind nicht schwarz, wir sind bunt und einzigartig“ hatten Frauen ihre Körper bemalt und professionelle, großformatige Fotos gemacht, die im großen Saal über den Besucherköpfen hingen.

Die Poster der Aktion „Gesicht zeigen gegen Rassismus“ luden zur Besinnung ein, warum er/sie sich für ein „buntes Roßdorf“ engagiert. Die Anwesenden waren eingeladen, sich mit einem persönlichen Statement und zu beteiligen. So entstanden 15 weitere Porträts aus unserer Gemeinde.

Pfarrer Seeger und Bürgermeisterin Sprößler dankten mit ermutigenden und anerkennenden Worten allen Unterstützer*innen und Engagierten für ihre Zusammenarbeit und ihre vielfältigen Beiträge zu einem rundum gelungenen Fest. Diese wiederum bedankten sich beim Friedenskreis der Ev. Kirchengemeinde für eine Spende zur Weiterarbeit.

Susanne Felger, Asylkreis Roßdorf-Gundernhausen

Die Sportcoachs sind jetzt im Tandem in unserer Gemeinde aktiv

Während des letzten Gesamttreffens des Arbeitskreises Asyl stellte Patty Bouren, Sportcoach in unserer Gemeinde, den Anwesenden den neuen Tandem-Sportcoach vor, der sie jetzt tatkräftig bei der Vermittlung der Sportangebote für kleine und große Sportler unterstützt.

Naaji Barre wird das breite Sportangebot, dass Patty Bouren bereits vermittelt und z. T. anbietet, gezielt Familien vorstellen.

Wir vom Arbeitskreis Asyl freuen uns, dass jetzt zwei Sportcoachs das vielfältige Sportangebot in unserer Gemeinde erklären und Interessierten mit allen Infos helfen, damit sie die für sie passende Sportaktivität finden – bis hin zum Belgeiten beim ersten Training.

Auszeichnung für Patty Bouren, Sportcoach in unserer Gemeinde Ernennungsurkunde vom Hessischen Minister des Inneren und für Sport von Bürgermeisterin überreicht.

Während des letzten Gesamttreffens des Arbeitskreises Asyl überreichte Bürgermeisterin Christel Sprößler die Berufungsurkunde zum Sportcoach an Patty Bouren. Die Ernennung erfolgt im Rahmen des Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“. Die Urkunde ist ausgestellt vom Hessischen Minister des Inneren und für Sport, Peter Beuth. Er dankt ihr im Urkundentext für das ehrenamtliche Engagement.

Wir vom Arbeitskreis Asyl freuen uns über die erneute Ernennung von Patty Bouren zum Sportcoach. Sie hat mit ihrem unermüdlichen Einsatz für den Sport bereits in den vergangenen Jahren wertvolle Integrationsarbeit geleistet und eng mit uns zusammengearbeitet.

Das Repair-Café erweitert sein Angebot Jetzt auch mit Fahrradreparaturen

In den letzten beiden Jahren wurden viele Fahrräder aus der Bevölkerung für die Geflüchteten gespendet. Das ermöglicht den Menschen Mobilität im Alltag. Die kleine Fahrradgruppe des AK Asyl hat bei mehreren Terminen die Geflüchteten bei Reparaturen unterstützt und angeleitet. Nicht alle sind aber technisch so versiert, dass sie die Reparaturen selbst ausführen können.

Ein regelmäßiges Reparaturangebot für Fahrräder ist sicher sinnvoll – für alle in Roßdorf und Gundernhausen. Zusammen mit dem Team des Repair Cafés haben wir uns deshalb vorgenommen Fahrradreparaturen während der Öffnungszeiten des Repair Cafés anzubieten. Das Angebot richtet sich dann an alle, die zum Repair-Café kommen.

Ein Mitglied des AK Asyl startet zunächst mit den Fahrradreparaturen. Weitere Ehrenamtliche sind willkommen. Wenn jetzt bald die Fahrradsaison für die Schönwetterfahrer beginnt, benötigt sicher manches Fahrrad eine Reparatur.

Wer mitmachen möchte, melde sich bitte bei Carmen Lau, Tel. 06154 82121, E-Mail: Jottzeh.ellau@gmx.de

Das Repair Café öffnet an jedem letzten Freitag im Monat von 14 – 17 Uhr im Historischen Rathaus: nächster Termin 29.6. Der Mai-Termin fällt wegen des Brückentages aus.

Ehrenamtliche starten das Projekt „Menschen unterwegs“ in Roßdorf und Gundernhausen Hinter jeder Figur steht ein Mensch. Hinter jeden Menschen steht eine Geschichte">Menschen unterwegs

Ehrenamtliche starten das Projekt „Menschen unterwegs“ in Roßdorf und Gundernhausen Hinter jeder Figur steht ein Mensch. Hinter jeden Menschen steht eine Geschichte

Der Arbeitskreis Asyl Roßdorf-Gundernhausen startete am 17.11. während des Café International das Projekt „Menschen unterwegs“ in unserer Gemeinde.

Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht. 60 Millionen individuelle Geschichten. Geschichten, die jeder hören sollte. Die niederländische Künstlergruppe „Power of Art House“ möchte diesen Menschen mit den Figuren, ein Gesicht geben. Jede Figur ist einer realen Person nachempfunden, zu der es auf der Internetseite www.movingpeople.nu Geschichten aus den Niederlanden und Belgien zu lesen gibt. Indem wir ihre Geschichten erzählen, wollen wir Augen öffnen, Verständnis wecken, Empathie fördern und den sozialen Zusammenhalt stärken.

Mit Zustimmung der Künstlergruppe und Unterstützung des Koordinationskreises Asyl Darmstadt und Umgebung konnten wir in Roßdorf das Projekt „Menschen unterwegs“ starten. Auch hier steht hinter jeder Figur ein Mensch. Hinter jeder Figur steht jetzt auch eine Geschichte, die Susanne Felger aus unserem Arbeitskreis Asyl nach Interviews mit Geflüchteten, die in der Gemeinde leben, geschrieben hat. Wir freuen uns sehr, dass die Bürgermeisterin, Christel Sprößler, das Projekt als Schirmherrin unterstützt. Ab Montag werden auch im Rathaus Figuren des Projekts Platz nehmen. Auf der Homepage https//arbeitskreis-darmstadt.de/mp haben wir alle Geschichten veröffentlicht. Bei den Figuren liegen an den meisten Orten in der Gemeinde unsere Info-Mappen mit den Geschichten aus.

100 Figuren werden die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Asyl an Orten in der Gemeinde z. B. auf Bänken und Mauern, in Geschäften und Arztpraxen verteilen. Wer eine Figur entdeckt, kann sie gerne mitnehmen und an einen anderen Ort setzen. Die Organisatoren des Straßenkunstprojekt freuen sich, wenn mit Fotos der Figuren über Instagram #menschenunterwegs gezeigt wird, wo die „Menschen unterwegs“ sind, gerne mit Ortsangabe. Sie können die Fotos auch an j.quaiser@gmx.de e-mailen.

Jutta Quaiser, Arbeitskreis Asyl Roßdorf-Gundernhausen